Memoirs of Saturn

Ausgabe #8

In a set of para-fictional texts which interweaves the life of cultural historian Dr. Shahidul Zaman with key moments in the ruptured history of Bangladesh, the artist Omar A. Chowdhury, builds a reflexive mirror to examine the nature of memory, of historiography, and the processes of the art system. Recounting the history of an exhibition that was censored and closed down in Dhaka in 2016, Chowdhury constructs a narrative that doubles back on itself along multiple axes of the personal and public as he and Dr. Zaman delve into the uncertainties in the presentation of identity, the recollection of history, and the compromises of political commitment.

(Re-)connecting embodied archives. Künstlerische Forschung im Zinda Naach-Kollektiv

Ausgabe #8

Das verstreute Material, das die Tournee des Indischen Balletts der Leila Roy-Sokhey alias Madame Menaka 1936 bis 1938 durch Deutschland und Europa dokumentiert, ist die Grundlage der in diesem Beitrag dargelegten Überlegungen über das Ordnen, Präsentieren und die künstlerische Erforschung eines globalen und intersektionalen Ereignisses zwischen Deutschland und Indien. Die komplexen Prozesse der Begegnung, Aushandlung und Neukonfiguration von Wissen im transkulturellen Kontext sollen darüber hinaus Gegenstand einer künstlerischen Auseinandersetzung werden.

Call to Listen – ein post_kolonialer Resonanzraum. Notizen und Materialien zu einer künstlerischen Forschung zu Sound und Zuhören im post_kolonialen Hamburg

Ausgabe #8

Call to Listen ist eine mehrteilige Aufforderung zur Auseinandersetzung mit Politiken des Erklingens, Zuhörens und Gehört-Werdens im post_kolonialen Hamburg. Im öffentlichen Raum und in einem installativen Set‐Up wurde untersucht, wie Akte des Zuhörens zum Ausgangspunkt für performative Formen des Erinnerns und der Geschichtsschreibung in der städtischen Gegenwart werden können. Das Projekt beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von Orten, ihrer Geschichte und ihrem Klang – fragt wie Orte klingen, wie und ob ihre Geschichte erklingt und ob sich durch Klang die Wahrnehmung von Orten und ihrer historischen Bedeutung verändern kann. Das Hörstück fordert auf die Stadt als post_kolonialen Raum, in dem Klänge und Stimmen resonieren, zu erkunden und diese durch individuelles und kollektives Zuhören zu interpretieren und zu übersetzen. Die künstlerische Forschung versucht einen differenzierten Zugang zur post_kolonialen Gegenwart Hamburgs zu schaffen und damit einen Beitrag zur Debatte um eine entsprechende Erinnerungskultur zu formulieren: durch das Resonieren von Klängen und Stimmen werden temporäre Erinnerungsräume initiiert. 

Call to Listen lädt ein zum Response, zum experimentieren mit dem politischen Potential von Klang und Formen des Zuhörens und sucht dabei nach Möglichkeiten eine kollektive Praxis des Erinnerns sowie eine neue Imagination von Stadt zu entwickeln.